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Über 40 Antworten für Bauleiter, Poliere, Projektleiter und Einkäufer: von der richtigen Traglastklasse über Hubhöhe, Ausladung und Genehmigungen bis zu Kosten, Kranführer und Schwerlast-Einsätzen. Strukturiert nach fünf Themenbereichen.
Einstieg, Ablauf und organisatorische Grundlagen für jede Autokran-Anfrage.
Die passende Klasse ergibt sich aus drei Kernwerten: Lastgewicht inklusive Anschlagmittel, Hubhöhe und Ausladung vom geplanten Kranstandort. Diese drei Werte werden gegen das Traglastdiagramm gespiegelt – je weiter entfernt die Last, desto geringer die zulässige Tragkraft. Schildern Sie uns Ihr Projekt mit diesen Eckdaten, und wir empfehlen die wirtschaftlich sinnvolle Klasse. Wenn die Werte noch nicht feststehen, grenzen wir sie gemeinsam ein.
Hilfreich sind: Projektart (Dachmontage, Fertigteile, Stahlbau usw.), Einsatzort mit PLZ, gewünschter Zeitraum, Lastgewicht inklusive Anschlagmittel, Hubhöhe, Ausladung vom geplanten Kranstandort aus, Aufstell- und Abstützfläche sowie Zufahrtsverhältnisse. Je präziser die Angaben, desto konkreter die Empfehlung. Rückfragen klären wir im Anschluss gemeinsam.
Im Kompakt- und Mid-Segment bis etwa 100 Tonnen sind Bereitstellungen innerhalb von 24 bis 48 Stunden häufig realisierbar – abhängig von Verfügbarkeit, Standort und ggf. benötigten Genehmigungen. Bei Schwerlastklassen ab 250 Tonnen empfehlen wir mehrere Wochen Vorlauf, insbesondere bei Windpark- und Industriegroßprojekten.
Ja. Kurzfristige Anfragen werden nach Dringlichkeit priorisiert bearbeitet. Für den gleichen Tag oder den Folgetag lohnt sich zusätzlich zum Anfrageformular ein kurzer Anruf während der Servicezeiten. Bei besonders engen Zeitfenstern empfehlen wir, eine zweite Zeitoption in der Anfrage anzugeben.
Ja. Wir organisieren Autokran-Einsätze deutschlandweit aus einem belastbaren Partnernetzwerk heraus. Bei der Bereitstellung achten wir auf wirtschaftlich sinnvolle Wege – Kran, Ballast und Begleitfahrzeuge kommen in der Regel aus dem Raum, der zur Baustelle am besten passt.
Ja. Tagesmieten sind ebenso möglich wie mehrwöchige oder mehrmonatige Einsätze. Bei Langzeitmieten – typisch bei Großprojekten, Windparks, Industriemontagen – kalkulieren wir mit attraktiven Staffeln. Geben Sie den geplanten Zeitraum gerne direkt in der Anfrage an, damit wir passend kalkulieren können.
Ja, das ist in vielen Projekten sogar die wirtschaftlichere Lösung. Bei mehreren Hüben an einem Tag oder verteilt über mehrere Tage empfehlen wir eine abgestimmte Hubfolge – so reduzieren sich Rüstzeiten, Umsetzungen und Standstunden. Geben Sie Ihre Hubpunkte gerne im Überblick an.
Die technischen Parameter, die über die richtige Kran-Klasse entscheiden.
Die Klasse ergibt sich aus der Kombination von Lastgewicht, Hubhöhe und Ausladung. Das Traglastdiagramm eines Kranmodells zeigt, welche Last in welcher Ausladung noch sicher gehoben werden darf. Entscheidend sind immer die konkreten Projektdaten – nicht Erfahrungswerte aus anderen Baustellen. Reserven von mindestens 10 bis 15 % sind in der Praxis Standard.
Bei Dacharbeiten, kleineren Fertigteilen, PV-Modulen, Klima- oder Solaranlagen, leichten Stahlbauten und Einsätzen mit engen Zufahrten – vorausgesetzt, Hubhöhe und Ausladung passen. Bei hohen Gebäuden mit weiter Auskragung kann auch bei leichter Last eine größere Klasse notwendig werden, weil die effektive Traglast in großer Ausladung deutlich sinkt.
Diese Klasse ist der klassische Mittelfeldkran für Fertigteilmontage, leichten bis mittleren Stahlbau, Werbetechnik, Container- und Baucontainerversatz sowie mittlere Hallenprojekte. Sie verbindet ausreichende Traglast mit guter Mobilität und relativ kurzen Rüstzeiten.
Bei größeren Fertigteilen, Hallenbau mit weiter Ausladung, Industriemontagen, Maschinenversatz und anspruchsvollem Stahlbau. Die Klasse 50 – 100 t ist eine der meistgefragten in Deutschland, weil sie viele Standardprojekte wirtschaftlich abdeckt.
Ab rund 100 Tonnen beginnt das Schwerlastsegment. Typisch bei großen Industriemontagen, Hallenbauten mit sehr weiter Ausladung, Brückenbau, Kraftwerks- und Anlagenbau sowie Windenergie-Projekten mit größeren Nabenhöhen. Ab 250 Tonnen wird zusätzlich die Ballastlogistik ein relevanter Projektfaktor.
Bei Heavy-Lift-Einsätzen in Windenergie (Rotorblätter und Gondeln bei großen Nabenhöhen), Kraftwerksbau, Petrochemie, Offshore-Komponenten und Großbrücken. Ab dieser Klasse sind Gittermast-Aufsätze, Ballastwagen und detaillierte Transportgenehmigungen der Normalfall. Die Rüstung beansprucht oft einen vollen Arbeitstag.
Hubhöhe ergibt sich aus der Auslegerlänge und ggf. einer Wippspitze oder einem Gittermast-Aufsatz. Ausladung bestimmt, wie weit die Last vom Kran entfernt aufgesetzt wird – je weiter entfernt, desto geringer die zulässige Traglast laut Diagramm. Beide Werte müssen immer gemeinsam betrachtet werden, sonst fällt die Klassenwahl zu knapp aus.
Traglast ist das maximal zulässige Gewicht in einer definierten Ausladung. Ausladung ist der horizontale Abstand von der Kranmitte zur Last. Hubradius ist praktisch dasselbe wie die Ausladung und wird synonym verwendet. Alle drei Werte stehen in direktem Zusammenhang und werden im Traglastdiagramm für jedes Kranmodell definiert.
Die Aufstellfläche muss tragfähig, eben und ausreichend dimensioniert sein. Untergrund, Gefälle und Bodendruck sind vor allem bei schweren Klassen zentrale Sicherheitsfaktoren. Bei weichem Boden können Stahlplatten zur Druckverteilung notwendig werden. Wir klären diese Punkte im Vorfeld mit – im Zweifel mit einem kurzen Abgleich der Baustellensituation.
Sehr wichtig. Die Abstützbreite beeinflusst das Traglastdiagramm direkt – reduziertes Abstützmaß kann die Tragkraft erheblich verringern. Die Bodenverhältnisse bestimmen, ob der Untergrund die Stützdrücke überhaupt aufnimmt. Beide Faktoren können dazu führen, dass die nächstgrößere Kranklasse notwendig wird.
Vom engen Hofeinsatz bis zum Hallenbau – worauf es in der Praxis ankommt.
Drei Punkte: Zufahrtsbreite für Kran und Ballastfahrzeuge, Abstützmaß auf der Aufstellfläche und Halteverbotszone im öffentlichen Verkehrsraum. Kompakte Klassen bis 40, teils bis 70 Tonnen sind hier meist die bessere Wahl als eine größere Klasse mit eingeschränkter Abstützung. Messen Sie die engste Stelle der Zufahrt und dokumentieren Sie sie am besten mit einem Foto.
Gewicht der Last inklusive Anschlagmittel, Abmessungen, Schwerpunkt, Anschlagpunkte und Aufsetzposition. Bei asymmetrischen oder sperrigen Lasten auch die exakte Geometrie. Je klarer die Lastdaten, desto präziser Hubplan und Kranwahl.
Lange, sperrige oder asymmetrische Lasten verändern Anschlagmittel, Schwerpunktlage und Hubablauf. Zwei gleich schwere Lasten können unterschiedliche Kranklassen erfordern, wenn eine davon eine ungünstige Geometrie hat. Besonders bei Brückensegmenten, Stahlträgern und Rotorblättern entscheidend.
Wenn über Hindernisse gehoben werden muss – etwa Dachüberhänge, Gerüste oder bestehende Bauteile – oder zusätzliche Ausladung benötigt wird, ohne in die nächstgrößere Klasse zu wechseln. Die Wippspitze kann im Winkel verstellt werden und erweitert das Reichweitenprofil des Krans deutlich. Oft die wirtschaftlich sinnvollere Lösung.
Gegengewicht (Ballast) stabilisiert den Kran bei großen Ausladungen und erhöht die zulässige Last laut Traglastdiagramm. Bei Klassen ab 100 Tonnen wird Ballast häufig separat angeliefert – eigene Ballastfahrzeuge, Transportgenehmigungen und Rüstzeit sind dann Teil der Projektkalkulation.
Von Kranklasse, Ausleger-Konfiguration, Ballast, ggf. Gittermast oder Wippspitze, Anzahl der Abstützelemente und dem Baustellenzugang. Kompaktklassen bis etwa 70 Tonnen sind in 30 bis 60 Minuten einsatzbereit. Mittelklasse-Autokrane brauchen 1 bis 2 Stunden. Schwerlast- und Großkrane benötigen je nach Konfiguration mehrere Stunden bis zu einem vollen Arbeitstag inklusive Ballastmontage.
Für Dachmontagen ist die Herausforderung selten das Gewicht, sondern die Ausladung über das Gebäude hinweg. Sinnvoll sind häufig Klassen bis 70 Tonnen, bei höheren Gebäuden mit weiter Auskragung auch bis 100 Tonnen. Wippspitzen können hier deutlichen wirtschaftlichen Vorteil bringen.
Abhängig vom Elementgewicht und der Ausladung meist Klassen zwischen 40 und 130 Tonnen. Bei besonders schweren oder sperrigen Fertigteilen – etwa lange Tribünenträger, große Wandelemente – können auch Klassen ab 160 Tonnen notwendig werden. Entscheidend ist der schwerste Hub im Traglastdiagramm, nicht das Durchschnittsgewicht.
Stahlbau im mittleren Rahmen deckt die Klasse 60 bis 200 Tonnen zuverlässig ab. Reiner Hallenbau benötigt je nach Hallenbreite und Bindergewicht meist 70 bis 250 Tonnen – die Kombination aus weiter Ausladung und hoher Hubhöhe treibt die Klassenwahl deutlich nach oben, selbst wenn die reine Last moderat ist.
Bei Maschinenversatz – Transformatoren, Produktionsanlagen, Aggregate, Generatoren – bewegt sich die Klasse meist zwischen 50 und 500 Tonnen. Entscheidend sind Maschinengewicht, Einbausituation (häufig unter Dach oder durch Wandöffnungen) und die Grundrissverhältnisse. Oft ist die Ausladung der limitierende Faktor.
Ab dem Schwerlastsegment wird die Projektplanung komplexer – das sollten Sie wissen.
Im Brückenbau sind Klassen zwischen 130 und 500 Tonnen typisch. Bei Großbrücken, Fertigteilsegmenten oder anspruchsvollen Hubpositionen können auch Heavy-Lift-Klassen ab 500 Tonnen notwendig werden. Gittermast-Aufsätze sind hier häufig Bestandteil der Konfiguration, weil Reichweite und Hubhöhe gleichzeitig gefragt sind.
Sobald eine der drei Dimensionen im Extrembereich liegt: sehr hohes Lastgewicht, sehr große Hubhöhe oder sehr weite Ausladung. Typische Auslöser: Industriemontagen ab einigen hundert Tonnen Komponentengewicht, Windkraftanlagen, Kraftwerksbau, Großbrücken, Petrochemie und Offshore-Komponenten.
Heavy-Lift-Klassen ab 500 Tonnen werden eingesetzt bei Windkraftanlagen mit großen Nabenhöhen, Kraftwerkskomponenten (Turbinen, Generatoren), Raffinerie- und Petrochemie-Projekten, Großbrücken und Offshore-Komponenten. Ab 1.000 Tonnen sprechen wir vom Maximalsegment für spezialisierte Industrieprojekte.
Ja, je nach Einsatzort und Klasse. Bei Kranaufstellung im öffentlichen Verkehrsraum sind Halteverbotszonen oder verkehrsrechtliche Anordnungen üblich. Bei Schwerlastklassen kommen Schwertransport- und Streckengenehmigungen für Ballastfahrzeuge hinzu. Auf Privatgelände ohne Einfluss auf den Verkehr sind meist keine behördlichen Genehmigungen erforderlich.
Das ist projektabhängig. Bei Standardprojekten kümmert sich oft der Bauherr bzw. das ausführende Unternehmen. Wir unterstützen bei der Einordnung, welche Genehmigungen in welchem Umfang nötig sind, und geben bei Schwerlastprojekten Hinweise zu Streckenprüfungen und Ballastlogistik. Die konkrete Beantragung läuft je nach Projekt über unsere Partner oder das Projektteam direkt.
Kranbetrieb ist windsensitiv. Jede Kranklasse hat definierte Windgrenzwerte – bei Überschreitung muss der Hub unterbrochen werden. Besonders bei großen Hubhöhen (Windkraft, Hochhausbau) und bei großflächigen Lasten (Rotorblätter, Wandelemente) kann bereits moderater Wind kritisch sein. Eine Wettervorhersage ist Teil der Hubplanung. Bei schlechter Witterung kann der Einsatz verschoben werden – das klären wir im Vorfeld als Teil der Projektabstimmung.
Was den Preis bestimmt, welche Leistungen enthalten sind und welche Hersteller im Markt etabliert sind.
Kranklasse, Mietdauer, Kranführer-Stunden, Bereitstellung und Rücktransport, Rüst- und Abrüstzeit, Ballasttransport bei Schwerlast, Zusatzleistungen wie Wippspitze oder Gittermast sowie ggf. Genehmigungen. Alle Posten weisen wir im Angebot transparent aus – ohne versteckte Positionen.
Der Kranführer ist bei Autokran-Mieten über Rentwerk in der Regel Bestandteil der Leistung. Transport und Rüstzeit werden separat ausgewiesen, damit die Kalkulation nachvollziehbar bleibt. Bei Langzeitmieten werden diese Posten üblicherweise in Staffeln oder Pauschalen abgebildet.
Bei technischen Themen am Kran reagieren wir kurzfristig – entweder durch Reparatur vor Ort oder Austausch der Maschine. Bei Verzögerungen durch die Baustelle (verspätete Lkw-Anlieferung, geänderte Hubfolge) kalkulieren wir Standzeiten transparent. Sicherheit steht immer vor Zeitdruck – bei geänderten Bedingungen klären wir mit Kranführer und Bauleitung die sicherste Anpassung.
Nach Auftragsbestätigung klären wir Termin, Anfahrt, Aufstellfläche, Abstützung und Hubfolge mit der Bauleitung. Bei komplexeren Projekten kann eine Vorbegehung sinnvoll sein. Der Kranführer erhält alle relevanten Unterlagen, am Einsatztag erfolgt eine kurze Einweisung mit dem verantwortlichen Ansprechpartner vor Ort.
Im professionellen Segment sind Liebherr, Tadano, Grove und Demag etabliert. Diese Hersteller stehen für hochwertige Technik, gute Ersatzteilverfügbarkeit und langlebige Konstruktion – wichtige Faktoren, wenn Krane im Dauerbetrieb laufen müssen. Welche konkrete Maschine für Ihr Projekt bereitgestellt wird, hängt von Verfügbarkeit und technischen Anforderungen ab.
Je nach Verfügbarkeit organisieren wir Maschinen aus Premium-Baureihen wie Liebherr LTM, Tadano AC, Grove GMK oder Demag AC. Die konkrete Modellauswahl treffen wir projektbezogen – entscheidend ist nicht die Marke, sondern das zur Aufgabe passende Traglastdiagramm.
Per Anfrageformular auf der Kontaktseite oder direkt per E-Mail an info@rent-werk.de. Je präziser die Projektdaten, desto schneller die Rückmeldung mit konkreter Empfehlung. Bei besonders dringenden Anfragen empfiehlt sich ein Hinweis „kurzfristig" im Betreff.
Schildern Sie uns kurz Ihr Projekt – wir antworten fachlich, konkret und mit einer Empfehlung zur passenden Traglastklasse. Ohne Ticketsystem, ohne Standardtexte, ohne Verkaufsdruck.
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